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    Radverkehr

    Fahrradfahren in Lüneburg

    Das Radwegenetz in Lüneburg ist rund 100 Kilometer lang. Die kurzen Strecken zwischen Wohnquartieren und Innenstadt – nie mehr als rund fünf Kilometer lang – machen Lüneburg zu einer idealen Fahrradstadt. Und die Hansestadt Lüneburg tut Einiges dafür, damit sich Menschen jeden Alters auf dem Rad möglichst sicher und komfortabel durch die Stadt bewegen können. Denn das ist ein wichtiger Beitrag für eine moderne, nachhaltige und klimaschonende Mobilität.

    Politik und Verwaltung der Hansestadt haben sich zuletzt neu aufgestellt und gehen, nachdem die Grundlagen erarbeitet und der Bereich Mobilität personell aufgestockt worden ist, systematisch seit einiger Zeit an die Hauptrouten. Auch die Investitionen für 2021 und die folgenden Jahre bewegen sich in ganz anderer Größenordnung.
    Investitionen pro Einwohner/in und Jahr für 2021: mehr als 40 Euro pro EW / Jahr (inkl. Haushaltsresten)

    Info

     Foto: Hansestadt Lüneburg

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    Radverkehrsstrategie 2025 Bericht
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    Radverkehrsstrategie 2025 Anhänge
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    Radverkehrspolitik 2030+
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    Fahrradnetz

    Freizeit- und Alltagsrouten

    Ein zusammenhängendes Fahrradnetz mit hohem Qualitätsstandard schaffen – Das ist ein zentrales Ziel, das sich aus der Radverkehrsstrategie 2025 ergibt. Die 11 Hauptrouten der Radverkehrsstrategie bilden das Grundgerüst des Lüneburger Radnetzes, das Ende 2021 vollständig neu beschildert wurde.

    Ziel ist es mit dem Fahrradnetz Durchgängigkeit und Umwegefreiheit durch den prioritären Ausbau von Radverkehrsanlagen an den Hauptstraßen herzustellen. Der Ausbau der Radverkehrsanlagen erfolgt nach aktuellen Standards auf Basis der Empfehlung für Radverkehrsanlagen (ERA). Neben der Bündelung auf den Hauptradrouten, soll die Netzdurchlässigkeit für den Radverkehr auch durch den Abbau verkehrsrechtlicher sowie baulicher Hindernisse erfolgen. Die Hauptrouten werden durch Netzergänzungen und den geplanten Fahrradstraßenring in der Innenstadt ergänzt und auch die Radwegweisung soll mit Fertigstellung neuer Netzergänzungen erweitert werden.

    Eine Verknüpfung der Radrouten mit dem Lüneburger Umland wird von der Hansestadt Lüneburg in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Lüneburg im Rahmen dessen Radverkehrskonzept vorangetrieben. Neben den ausgewiesenen Alltagsradrouten wird das Routennetz durch ausgeschilderte Freizeitrouten und Fernradwege wie den Ilmenauradweg oder den Weser-Harz-Heide Radweg ergänzt.

    Fahrradstraßen

    Attraktives Radfahren

    Warum Fahrradstraßen?

    Der Grundgedanke von Fahrradstraßen ist die Bündelung des Radverkehrs, eine hohe Reisegeschwindigkeit sowie ein gleichmäßiger Verkehrsfluss für Radfahrende. Fahrradstraßen können ein Instrument zur Radverkehrsförderung sein, indem sie die objektive sowie subjektive Sicherheit von Radfahrenden erhöhen und das Radfahren attraktiver machen.

    Was gilt in Fahrradstraßen?

    Fahrradstraßen sind Anliegerstraßen, bei denen der Radverkehr Vorrang vor jeder anderen Verkehrsart hat. Laut Straßenverkehrsordnung ist der Kfz-Verkehr in Fahrradstraßen nur ausnahmsweise zulässig. Dies ist dann durch das Zusatzschild „Kfz frei“ gekennzeichnet. Grundsätzlich gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Kfz-Führende müssen sich an die Geschwindigkeit der Radfahrenden anpassen, sofern das Überholen mit ausreichenden Abständen nicht möglich ist. Nebeneinanderfahren von Radfahrenden ist in Fahrradstraßen erlaubt.

    Fahrradstraßenring

    Zur Anbindung der Hauptradrouten und zur komfortablen Umfahrung der Innenstadt soll in Lüneburg ein geschlossener Ring aus Fahrradstraßen um die Altstadt herum als Teil des Fahrradnetzes entstehen. Der politisch beschlossene Fahrradstraßenring wird in den kommenden Jahren Abschnitt für Abschnitt geplant und umgesetzt. Den Beginn machte Ende 2020 die Wallstraße als erste Lüneburger Fahrradstraße. Als nächster Abschnitt ist für Ende 2022 der Knoten Rote Straße und im Anschluss die Haagestraße vorgesehen.

    Über den Fahrradstraßenring hinaus prüft die Stadt, in welchen weiteren Straßen im Stadtgebiet die Einrichtung von Fahrradstraßen und -zonen sinnvoll und möglich ist.

    Fahrradparken

    Fahrräder abstellen

    Gute Abstellmöglichkeiten sind ein wichtiger Aspekt für Fahrradfreundlichkeit. Für die vielen Pendlerinnen und Pendler hat die Hansestadt am Bahnhof 1997/98 das erste Fahrradparkhaus, den RadSpeicher, eröffnet. 2013 kam das zweite hinzu, das kostenlos zu nutzen ist. Bis 2025 sollen am Bahnhof, unter anderem durch einen dritten Radspeicher, insgesamt 3.000 Stellplätze zur Verfügung stehen. In der Innenstadt stehen rund 1100 Abstellmöglichkeiten zur Verfügung. Es werden laufend neue Standorte geprüft und weitere Fahrradbügel aufgestellt.

    StadtRad

    Bikesharing

    Seit 2013 gibt es das Leihradsystem StadtRad Lüneburg. Mit neuen Rädern und weiteren Stationen baut StadtRAD sein Angebot seit Juni 2021 in Lüneburg deutlich aus. Die Deutsche Bahn (DB) hat die Ausschreibung gewonnen und wird den Betrieb von StadtRAD Lüneburg fortführen. Innerhalb der Vertragslaufzeit soll die Gesamtflotte auf mindestens 210 Räder an mehr als 20 Ausleihstationen anwachsen. Ziel ist eine Vollabdeckung des Lüneburger Stadtgebiets und damit die Anbindung der Stadtteile sowie auch angrenzender Gemeinden. Die Gemeinde Adendorf ist bereits mit einer Station an das neue StadtRad angebunden. Es folgen die Gemeinden Reppenstedt sowie Bardowick. 

    Ab Sommer 2022 können StadtRAD-Lüneburg-Kund:innen auch erstmals Lastenpedelecs ausleihen. Durch die elektrische Unterstützung können mit den Rädern beispielsweise Einkäufe bequem transportiert werden. Das bietet den Lüneburger:innnen dann auch für Besorgungen und Transporte eine praktische Alternative zum Pkw.

    Info

    Bikesharing in Lüneburg. Foto: Sophie Wolter

    Stadtradeln

    Für das Radfahren in Lüneburg begeistern

    Gemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg beteiligt sich die Hansestadt an der jährlich stattfindenden Aktion "STADTRADELN". Die Aktion ist eine Initiative des Klima-Bündnisses, bei der sich Kommunalpolitiker:innen gemeinsam mit Bürger:innen auf den Sattel schwingen, um auf die Themen Radförderung, Klimaschutz und Gesundheit aufmerksam zu machen. Drei Wochen im Jahr wird geradelt, was das Fahrrad hält. 
    Unter www.stadtradeln.de/lueneburg oder über die STADTRADELN-App erfassen die Teilnehmer:innen die zurückgelegten Kilometer in einem Online-Kalender. Auch die Lüneburger Ratsmitglieder sind eingeladen, aktiv am STADTRADELN teilzunehmen, um als Entscheider:innen in Sachen Radverkehr vor Ort Lüneburg aus der Radfahrperspektive zu erleben, im wahrsten Wortsinne selbst zu „erfahren“ und damit Werbung für die klimafreundliche Fortbewegungsart zu machen. Im vergangenen Jahr sammelten die Fahrradfahrer:innen im Landkreis Lüneburg beim Stadtradeln insgesamt 413.000 Kilometer. Diesen Rekord gilt es in diesem Jahr zu brechen. 

    Info

    Lüneburg ist wieder beim STADTRADELN dabei. Foto: Hansestadt Lüneburg

    Worum geht es?

    Durch den Gemeinschaftssinn begeistert das Stadtradeln jedes Jahr viele Menschen, ihre alltäglichen Wege verstärkt mit dem Fahrrad zu absolvieren. Alltagsradler treten dabei in einen sportlichen Wettkampf um die meisten Kilometer und nutzen die Gelegenheit für schöne Touren im direkten Lüneburger Umland. Die Teilnehmenden radeln dabei im Team, z. B. gemeinsam mit Arbeitskolleg:innen, Mitschüler:innen oder im Team des Sportvereins. Einzelradler:innen können sich immer dem jeweiligen offenen Team der Kommune anschließen. Rund um die Kampagne sind zur Motivation gemeinschaftliche Aktionen für Interessierte geplant wie zum Beispiel Radtouren, ein kostenloser Fahrrad-Check vorab oder eine Fahrradcodierung zusammen mit der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen.

    Warum macht die Hansestadt Lüneburg mit?

    Für die Verkehrsplanung von Hansestadt und Landkreis ist das Stadtradeln ein doppelter Erfolg: Mehr Menschen nutzen klimafreundlich die vorhandene Infrastruktur und wer seine Strecken per STADTRADELN-App aufzeichnet, stellt zudem aufschlussreiche Daten der Routenwahl, Wartezeiten und Quelle-Ziel-Beziehungen zur Verfügung, die für die Radverkehrsplanung genutzt werden können.